Lüttville 2009

Dokumentation des Lüttville-Sommercamps 2009

Das Lüttville fand auch im zweiten Jahr eine Woche vor dem Dockville-Festival auf dem Festivalgelände statt. Vom 03. bis 08. August haben 115 Kinder bei durchgehendem Sonnenschein kostenlos elf verschiedene Workshops besucht, die am Sonntag, den 09. August auf einem gut besuchten Abschlussfest ihre Produkte präsentiert haben.

In diesem Jahr wurde das Sommercamp als ein Gemeinschaftsprojekt des vom Dockville, dem Spielmobil Falkenflitzer, der Gesamtschule Wilhelmsburg, des Hauses der Jugend Kirchdorf, des Bauspielplatzes Galgenbrack, des Forums Bildung Wilhelmsburg, den Johannitern Harburg und dem Zirkus Willibald durchgeführt. Die Zusammenarbeit nahm dabei unterschiedliche Gestalt an. Bei der Organisation und Kommunikation waren alle Institutionen eine große Hilfe. Zum Teil kamen aber auch die Kinder, die Workshopanbieter und Betreuer der Kinder aus den entsprechenden Institutionen. Die Falkenflitzer haben zudem noch die Großgruppenspiele mit über hundert Kindern angeleitet. Einige Produkte des Lüttville wurden zudem in den Institutionen vorbereitet oder können dort auch teilweise weitergeführt werden.

Neben diesen Kooperationen entstanden im Vorfeld des Lüttville noch spontane, nicht minder hilfreiche Kooperationen: Die Wilhelmsburger Tafel hat die gesamte Verpflegung der Kinder und Betreuer für die Woche kostenlos bereitgestellt. Das Krankenhaus Groß Sand hat unseren Shuttleservice, der die Kinder zu Hause abgeholt hat, mit zwei Bussen des Krankenhausfuhrparks unterstützt. Schließlich hat das Cafe Pianola aus Wilhelmsburg die Gastronomie auf unserem Abschlussfest übernommen.

Der Zirkusworkshop, der HipHop-Workshop, der Tanzworkshop, der Audioguide und der Musikworkshop haben in dieser Woche jeweils eine Performance für das Abschlussfest einstudiert. Im HipHop-Workshop von Jan Holler entstand mit den Lüttville-Kids ein Lied über Hamburg City. Jan Holler und die Lüttville Kids – Hamburg City

Der Audioguide-Workshop hat die Kunst, die in derselben Woche immer ab 18 Uhr für die Öffentlichkeit zu sehen gab, besprochen und einen Audioguide mit persönlichen Erfahrungen mit der Kunst und Interviews mit den Künstlern erstellt, den sich Festivalbesucher runterladen konnten.

Der Musikworkshop hat mehrere Lieder auf selbst gebauten Fantasieinstrumenten einstudiert. Der Zirkusworkshop hat mit Balance, Jonglage und Akrobatik eine Zirkusvorstellung erstellt.

Ein kleiner Höhepunkt stellte der Tanzworkshop dar. Diese elf unerschrockenen Kinder übten eine Choreographie zu dem Lied „Kids“ des Festival-Headliners MGMT ein, welche sie nicht nur beim Abschlussfest präsentierte, sondern mit großer Unterstützung der Band, des Managements, der Eltern und der Betreuer auch auf dem Dockville-Festival vor 15.000 Zuschauern vorführte. Das begeisterte die Zuschauer so sehr, dass die Zeitungen schrieben, die Kinder hätten, die Band mit einer sonst langweiligen Show in den Schatten gestellt:
MGMT KIDS auf YouTube
Der Erfolg dieser Aktion hat uns darin bestätigt, dass das Lüttville auch in Zukunft einen festen Platz auf dem Dockville haben muss.

Der Fotoworkshop und der Kunst aus Krempel-Workshop fanden jeweils 3 Tage lang statt, so dass die beiden Gruppen die Workshops einmal tauschten. Es wurde mit verschieden Fototechniken experimentiert und aus Ton, Holz und Steinen Kunst produziert, die in einer Ausstellung am Sonntag gezeigt wurde.

Der Malworkshop, der Kostümworkshop und der Kunstschaukelworkshop fanden jeweils zwei Tage lang statt, so dass die drei Gruppen zweimal während der Woche wechselten. Auch die sehr unterschiedlichen Produkte dieser Workshops konnten auf dem Abschlussfest bestaunt werden.

Mit dem ersten (Sturz!)Regen nach sieben Tagen pünktlich zum Ende des Abschlussfestes ging eine strahlende Woche zu Ende, deren letzte Ausläufer am Dockville-Samstag für 15.000 Zuschauer gut zu erkennen war. Damit sind wir auch unserem Ziel näher gekommen, Wilhelmsburg stärker in das Dockville-Festival mit einzubeziehen. Diese Richtung werden wir vom Lüttville-Organisationsteam in den kommenden Jahren weiter verfolgen.